Sue
Über einen finsteren Flur steigt man in ein optisch täuschendes Frida Kahlo-Gemälde mit kreischrosa Wänden, Felsenlandschaft und lasziver Musik. Fang mit einem sonderbaren Tequila oder einer strammen Margarita an der Bar an, um die angenehme Halluzination zu verstärken. Sueños bewegt sich hart an der Grenze zum Kitsch und auch die Speisekarte betet alle traditionellen Geschmacksrichtungen Mexikos herunter, aber immerhin mit einer raffinierten Frische. In einer Stadt, wo man über farblose Burrito-Lädchen stolpert, ist diese Chefkoch-Idee von mexikanischer Küche eine wahre Erleichterung: spannende ‘betrunkene’ Empanadas’ oder delikate Mais-Krebs-Beignets. Die Hauptrolle spielt hier die ‘cocinera’, die auf einer DJ-artigen Plattform unablässig frische Tortillas und cremige Guacamole zubereitet. Sueños ist genau so hip wie das Viertel, in dem es liegt, aber bevor du dich an dem - manchmal etwas lauten – Publikum ärgerst, bist du schon längst weggeträumt.Address
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